Gefahr im Sommer: Wenn das Aquarium „kippt“

Seit über einer Woche mache ich täglich Wasserwechsel. Im Guppy-Jungfisch-Becken häufig sogar zweimal täglich, denn da hab ich den Filter aus (der Babyschutz ist jetzt aber bestellt).

Denn inzwischen weiß ich, was vermutlich passiert ist, als meine beiden Guppyweibchen am selben Tag starben. Und in meiner Badvase die Fadenalgen dichte Netze spannen.

Das Wasser war „gekippt“.

Ich war so dumm gewesen, in einer heißen Sommerperiode neue Wurzeln in die Becken zu bringen!

Bakterien nahmen überhand. Sauerstoff war verbraucht. Es faulte, der Nitritgehalt stieg an, und die Tiere erstickten.

Das kommt „gern“ bei besonders großer Hitze vor.

Anzeichen dafür sind:

  • Trübung des Wassers
  • Schnecken, Garnelen und Fische sind an der Oberfläche und schnappen evtl. nach Luft
  • fauliger Gestank

Manche berichten davon, dass ihr Aquariumwasser plötzlich schwarz wurde. Oft in der Nacht oder den frühen Morgenstunden. Da ist der Sauerstoffgehalt in Aquarien eh immer schon niedriger (weshalb auch Turmdeckelschnecken dann mal nach oben kriechen).

Bei anderen wurde es grün. Es können sich mehr Algen bilden, auch ein Warnsignal.

Auf jeden Fall stinkt es zum Himmel. Nach Faulgasen.

Und leider sterben häufig viele der Tiere.

Bei mir immerhin nur die 2 Guppies. Das war meine Alarmglocke.

Sofortmaßnahmen

  • Wasserwechsel
  • Wasserwechsel
  • und Wasserwechsel

Tote Tiere entfernen. Auch leere Schneckenhäuser.

Natürlich hab ich auch die neue Wurzel rausgenommen und wässere sie nun woanders. Die Hilfsmaßnahmen müssen trotzdem noch ein paar Tage weiter gehen, bis die Trübung und der Gestank verschwunden sind:

Das Wasser belüften. Den Filter stärker aufdrehen oder über der Wasseroberfläche plätschern lassen. Das bewegt das Wasser. Es hat mehr Möglichkeit, Sauerstoff aufzunehmen.

Das Wasser etwas kühlen. Mit kühlerem Wasser (vorsichtig) die Temperatur senken. Kühleres Wasser kann Sauerstoff besser aufnehmen.

Wenig füttern. Kein frisches Gemüse.

Mulmen eher nicht. Nur Futterreste und Ausscheidungen aufsaugen.

Filter ausspülen auch nicht direkt mit dem Wasserwechsel! Hier sitzen die „guten Bakterien“ drin. Das würde jetzt zuviel durcheinander bringen.

Gucken, ob das Becken überbesetzt ist und man einen Teil umsetzen kann.

Immer die Tiere beobachten: Wenn sie seltsam schwimmen oder an der Oberfläche nach Luft schnappen, lieber einmal mehr behutsam Wasser wechseln.

Ich hoffe, ihr und eure Aquarien kommen alle gut durch die heißen Wochen.

Kann ja sehr erfrischend sein, mit den Unterarmen in Wasserbecken herumzuwühlen.

Ahoi.

2 Gedanken zu “Gefahr im Sommer: Wenn das Aquarium „kippt“

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