Das „liebevolle Quarantänebecken“

Neue Tiere und Pflanzen gibt man für 4 oder mehr Wochen in Quarantäne, um sicherzustellen, dass sie keine Parasiten und Krankheiten mitbringen, die dann in dein laufendes Becken geraten und den Bestand gefährden.

Meine einzigen Planarien im wahren Leben habe ich in einem eigentlich gut geführten großen Zooladen gesehen.

Quarantäne ist notwendig, um die Tiere gut beobachten, ungewöhnliches Verhalten und mögliche Parasiten schnell entdecken und ggf. Medizin geben zu können.

Ja, am leichtesten zu handhaben ist dafür eine Plastikbox ohne jede Einrichtung (vielleicht mit Filter und Heizstab, je nach Besatz).

Aber seien wir doch mal ehrlich:

Wir wollen die Neuerwerbungen gleich in einem schönen Aquarium sehen. Wir sind ungeduldig. Und uns tun sie vielleicht auch leid in so einer kahlen, trostlosen Plastikbox.

Mir jedenfalls.

Und ich möchte einfach nicht wochenlang diese deprimierenden Plastikboxen herumstehen haben.

Deshalb habe ich einen Kompromiss gemacht.

Die „liebevolle Quarantänebox“

Wenn es nicht wirklich notwendig ist, sie kahl zu halten, um sie z. B. mit Medizin zu behandeln, dann richte ich ein kleines minimalistisches Aquarium für ihre ersten 4 – 6 Wochen bei mir ein.

Inzwischen habe ich für mich entschieden, dass meine 3 größeren Aquarien meine „Schaubecken“ sind, und die 5 kleinen 12l-Becken eben vorübergehenden Geschichten dienen: Wie der Aufzucht von Jungtieren (Fische und Schnecken) oder der vorübergehende Einquartierung neuer Tiere zur Quarantäne.

Trotzdem möchte ich, dass auch diese kleinen Becken ein wenig dekorativ aussehen. Ein bisschen so wie im Zooladen.

  1. Mit nur den zu beobachtenden Tieren.
  2. Mit so wenig Einrichtung wie möglich. Sehr sehr wenig Bodengrund.
  3. Alles muss leicht herauszunehmen sein.
  4. Alles muss gut einsehbar und leicht komplett zu reinigen sein.
  5. Es darf mir nicht weh tun, falls ich die Pflanzen und die Einrichtung wegen einer Krankheit oder ungewollten Tierchen wegwerfen muss.

Hier mein Beispiel für Zwerggarnelen.

  1. Garnelen wollen einen dunklen Bodengrund.
  2. Sie wollen Holz.
  3. Und feingliedrige Pflanzen zum Festhalten.

Da ich in diesem Fall den Verdacht auf Parasiten – insbesondere Planarien – habe, die sich im Bodengrund verstecken, habe ich nur ganz wenig Kies ins Becken getan.

Der Kies und die Einrichtung stammen aus einem schon lange laufenden Becken, da wir ja die nitrit-abbauenden Bakterien brauchen.

  1. Sehr dünne Schicht Kies, gerade soviel, dass der Boden bedeckt ist.
  2. Eine dunkle Wurzel. (Die hätte auch filigraner sein dürfen.)
  3. Und nur etwas Hornkraut.

Auf einen Filter verzichte ich hier, weil ich nur 6 Tiere halte und häufig Wasser wechsle.

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