Sollte man einen kranken Fisch im Aquarium sterben lassen oder herausnehmen?

Auch unsere Fische haben leider nur wenige Jahre zu leben, werden alt oder krank oder erleiden einen Unfall. Manche Fische werden nur 1 Jahr, andere Aquarienfische schaffen 6 Jahre und mehr.

Aber irgendwann kommt für jeden die Zeit. Es gehört leider zum Leben als Aquarianer dazu.

Ganz sicher ist es ein herzzereißender Anblick, den Fisch kämpfen zu sehen. Vielleicht schwimmt er seltsam, kämpft sich immer wieder nach oben oder liegt nur noch in einer Ecke herum.

Was macht man am besten, wenn man merkt, dass es mit einem der Fische zuende geht?

Wenn er noch Medizin bekommen soll, hängt es von dem Medikament ab, ob man das nur dem einen Fisch verabreicht oder das Aquarium damit behandeln soll.

Manche Medikamente werden auch von Garnelen und Schnecken nicht vertragen. Das ist ebenfalls ein Punkt, der mit entscheidet, ob man alle Wirbellosen evakuiert oder nur den erkrankten Fisch herausnimmt und in ein Sepa setzt.

Ansonsten entscheidet man ganz nach der Situation, und auch danach, womit du dich besser fühlst:

Gründe dafür, ihn im Aquarium sterben zu lassen

Es ist weniger Stress für ihn, er kann in seiner gewohnten Umgebung sterben. Keine neue Umgebung, kein Herausgekeschere, keine anderen Wasserwerte.

Wenn von dem sterbenden/verstorbenen Tier keine Gefahr ausgeht (dass er die anderen mit etwas ansteckt oder die Wasserqualität zu stark belastet), kannst du ihn in dem Becken lassen.

Um dir selbst die Situation zu erleichtern und es weniger stressig für das kranke Tier zu machen, kannst du auch die Beleuchtung aus lassen.

Jeder muss einmal sterben. Es ist der natürliche Lauf. Auch, dass er von den anderen Tieren im Becken innerhalb weniger Stunden aufgefressen sein wird.

Gründe dafür, ihn rauszunehmen

Größere verendete Tiere können allerdings die Wasserqualität belasten und zum „Umkippen“ bringen.

Oder wenn er zu sehr von den anderen Tieren im Becken drangsaliert wird.

Oder wenn er eine Krankheit oder Parasiten hat, kann er die auf die anderen Bewohner übertragen – vor und mit seinem Tod. (Sie können aber ohnehin schon angesteckt sein …) Das ist zu bedenken.

Ich hab in einem früheren Artikel schon mal geschrieben:

„Wenn ich 6 Tiere habe, die krank oder eventuell mit angesteckt sind (die Fische), und die leben bei rund 100 Tieren, die sich nicht anstecken sollen (die Garnelen) – ja dann kann ich den 6 einzelnen Tiere den Stress leider nicht ersparen, muss sie separieren, um die anderen zu schützen. Also kamen alle 6 Fische in die Medizin.“

Wenn ein Labyrinthfisch Probleme beim Luftschnappen an der Oberfläche hat, ist es besser für ihn, den Wasserspiegel abzusenken, damit der Weg nach oben nicht so weit ist. Dann bietet sich ebenfalls ein flacheres Sepa an.

Oder wenn du beschließt, seinem Leiden aktiv ein Ende setzen zu wollen (zu den Methoden gibt es viele Artikel im Internet).

Was mich immer tröstet: Ich hab getan, was ich konnte.

Todesfälle sind nicht zu vermeiden. Vielleicht ist das Tier eben schon alt. Vielleicht hatte es Stress und ist daher anfällig.

Tue was du kannst, und dann kannst du nur noch der Natur ihren Lauf lassen.

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