Boden im Wohnzimmerbecken ausgetauscht (mein Vorgehen und viele Bilder)

Ich hatte hier hellen Rosis-Naturkies drin, den ich eigentlich sehr schön finde – eben natürlich.

Aber nachdem ich im Zooladen beobachtet habe, wie Corydoras-Welse kopfüber in Sand eintauchten, wollte ich ihnen auch gern leichteren Kies bieten.

Und für die Garnelen ist der dunkle Kies besser, denn auf dem hellen sind sie immer sehr blass durchsichtig geblieben. Und ich hab in meinen kleineren Becken schon den schwarzen Boden und weiß, welche Farben sie da zeigen können.

Also hab ich mir 5 Kilo schwarzen Dennerle Quarz-Kies bestellt.

Den hab ich in den kleinen Becken schon, und der ist super. Ich glaub (hoffe), der ist Natur. Jedenfalls staubt der kein bisschen, ist nicht glänzend, sondern matt. Hat abgerundete Kanten. Und ist leicht genug, dass beispielsweise meine Tylo-Schnecke sich durchpflügen kann, aber nicht so leicht (wie diese eine braune Sorte), dass er immer wieder nach oben auftreibt.

Und als der gestern geliefert wurde, hab ich sofort losgelegt. 1,5 Stunden hat die grobe Arbeit gedauert, bis die Fische wieder zurück konnten. Danach hab ich dann noch die Aufhübschung (Bepflanzung) ganz in Ruhe vorgenommen.

Bisheriger Besatz

Vorher: Hier leben 7 Feuertetra, 3 Erdbeersalmler, 1 Black Molly (der bei mir geboren ist), 3 Corydoras. 3 Apfelschnecken (alles Männchen). Und naturfarbene Zwerggarnelen und vereinzelte Posthornschnecken.

Los geht’s

Wasser abgesaugt in eine größere Box. Einige Amazonas-Schwertpflanzen aus dem Becken mit in die Box gestellt. Pflanzen, Wurzel, Steine rausgenommen und in Eimern mit Aquarienwasser zwischengelagert.

Tiere umgesetzt

Sobald sich der Mulm gelegt hat, die Apfelschnecken per Hand in die Box umgesetzt und die Fische mit einem großen Kescher eingefangen und in die Box umgesetzt. Box ohne Technik für die kurze Zeit.

Dann weiteres Wasser abgelassen und mit dem Kescher als Schleppnetz (über den Boden gezogen) so viele Garnelen wie möglich eingefangen. Die hab ich in eine andere Box mit dem Aquarienwasser gesetzt. Die sollten (vorerst) nicht wieder zurück in dieses Becken, sondern erstmal zur Beobachtung in ein kleineres mit dunklem Boden, damit ich sehen kann, welche Farbe sie eigentlich haben.

Boden rausholen

Mit dem Kescher hab ich dann auch den Bodengrund herausgehoben und in flache Boxen gepackt. Da waren noch jede Menge Turmdeckelschnecken, vor allem Nöppis, drin. Den Kies bedeckte ich in den Boxen mit Wasser, um über die nächsten Stunden die restlichen Garnelen und Schnecken herausnehmen zu können, die sich jetzt noch zeigen.

Übrigens war dies das Becken, in dem ich damals den Kies aus den mit Bachflohkrebsen durchsetzten Becken gegeben hatte. Ich hab in den letzten Monaten immer mal noch vereinzelte Tiere rausgeholt, aber gestern beim Umbau ist mir kein einziges mehr begegnet.


Allerdings hatte ich vor einigen Monaten hier ja auch gegen Fräskopfwürmer bei den Black Mollies behandelt (weshalb nur noch ein Tier davon übrig ist) und vor einem Monat noch den Unfall mit dem Insektengift gegen die Flöhe meines Hundes (ich hatte alles abgedeckt und abgedichtet), bei dem einige Garnelen gestorben waren, bevor ich große Wasserwechsel und Aktivkohlefilter einsetzen konnte. Das hat offenbar auch die Bachflohkrebse dahin gerafft. Den anderen Tieren ist dabei glücklicherweise nichts passiert, und auch die meisten Garnelen sind durchgekommen.


Die letzten Krümel hellen Kies hab ich mit dem Mulmsauger – ohne den Aufsatz, nur den Schlauch – herausgesaugt.

Scheiben hab ich nicht geputzt. Ich wollte Aufwuchs und Bakterien übrig lassen für die Wiederbesiedelung. Auch der Filter, der Heizstab und Sprudelstein, die Wurzel, die großen Pflanzen und Steindeko sind aus diesem Becken und gut eingelaufen, und die restlichen Pflanzen aus meinen anderen laufenden Aquarien. Man kann auch noch mit etwas Mulm animpfen.

Neuer Kies

So, dann den Kies reingeschüttet. Verteilt. Ich mag es zwar, nur eine dünne Schicht Boden zu haben, denn die Becken sind ja schon nicht so groß, aber 5 Kilo sind doch ein wenig wenig für 60cm/54l. Für’s Erste geht’s, aber ich werde wohl nochmal welchen nachlegen.

Die großen Hauptpflanzen und die Wurzel wieder eingesetzt. Wasser aufgefüllt bis 3/4. Fische wieder eingesetzt.

Licht ausgelassen und erstmal mit dem Hund rausgegangen.

Pflanzenvielfalt

Wieder zurück hab ich dann aus meinen anderen Becken und diesem hier Pflanzen zusammengetragen und das Becken hübscher wieder bepflanzt. Es gefällt mir sehr sehr gut jetzt.

Ich denke darüber nach, ein paar meiner Aquarien zurückzubauen. Dann soll dieses hier mein Schauaquarium sein, das mit meinen Lieblingen – sowohl an Tieren als auch an Pflanzen.

Ich habe noch ein Becken mit 2 Sorten Salmlern. Wenn sich meine Salmler mal verringern, kann es sein, dass ich alle zusammen hier halten werde. Aber das ist noch nicht spruchreif.

Jedenfalls hab ich hier jetzt erstmal eine schöne Pflanzenvielfalt eingebracht:

Meine prächtigste Anubias (und ein paar kleinere).

Meine schönste Amazonas Schwertpflanze (Echinodorus).

Und dann mag ich es, wenn sich verschiedene Farbtöne und und Blattformen abwechseln. Deshalb dazwischen stängeliges Limnophila, in der rechten hinteren Ecke Cabomba.

In der Mitte die rote Ludwigia und davor der kleine rote Tigerlotus.

Rechts eine meiner Lieblingspflanzen, die Seekanne.

Und vorn haben wir auch mittig noch eine Cryptocoryne – glaub ich. Und in den Ecken vorne Bacopas.

Was ich hier noch gern hätte wäre diese pilzförmige Hydrocotyle.

Tiere

Es sind alle bisherigen Tiere wieder zurück gezogen. Meine lila Apfelschnecke – wohl auch ein Mann – ist noch hinzu gekommen.

Alle bisherigen Tiere – das heißt, vorerst bis auf die Garnelen.

Garnelen?

Garnelen sind noch nicht wieder eingezogen. Ich denke, ich werde die Blaue Linie hier halten, also Blue Dreams, Schoko Sakuras, schwarze und Black Rilis.

Vielleicht auch die Bloody Marys (ja, die gehören auch zur Blauen Linie), aber das weiß ich noch nicht genau. Diese Farben vermischen sich jedenfalls nicht zum braunen Wild-Farbton, wenn sie sich miteinander paaren.

PS: Einen einzigen Nachteil hat der schwarze Kies: Das Mulmsaugen war mit dem hellen, schweren besser. Hier saugt man eine Menge Kies mit auf. Weshalb ich mir ein Sieb besorgen werde, um die groben Teile (Schneckenhausteile, weiße Steinchen, die doch immer wieder reingeraten – woher auch immer?) auszusieben. Damit ich nicht so viel Kies mit wegschütte.

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